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Schweißinger, Marc
Dr. Marc Schweißinger ist Hochschullehrer im German Department der School of Modern Languages, Cardiff University. Dort unterrichtet er Undergraduates und Postgraduierte im Bereich der deutschen Literatur, Sprache, Übersetzungswissenschaft und allgemeinen Kulturwissenschaft. Sein Forschungsschwerpunkt ist die moderne deutsche Literaturwissenschaft, hier in erster Linie Gerhart Hauptmann, über den er Bücher und Aufsätze veröffentlicht hat. Weitere Publikationen zu Siegfried Lenz, Franz Werfel, zu Übersetzungen und Übersetzungsproblemen von kanonischen deutschen Novellen von Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Storm, Gerhart Hauptmann, Thomas Mann und Franz Kafka. Dr. Marc Schweißinger ist Vorsitzender der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V.
/ / / Gerhart Hauptmann und das Theater

Schriften der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft und Gerhart-Hauptmann-Häuser III

Das dramatische OEuvre Gerhart Hauptmanns nimmt innerhalb seines Gesamtwerks eine herausragende Stellung ein. Der Literaturnobelpreisträger von 1912 gilt heute längst nicht mehr ausschließlich als bedeutendster Repräsentant des naturalistischen Dramas, sondern als eine zentrale Schlüsselfigur der literarischen Moderne.Gerhart Hauptmann und das Theater vereint die Beiträge eines internationalen Berliner Symposiums, das sich im November 2025 der gesamten Spannbreite von Hauptmanns dramatischem Schaffen widmete und zugleich Einblicke in die vielfältige Rezeptionsgeschichte seiner Werke eröffnete.Im Mittelpunkt stehen die Dramen Vor Sonnenaufgang, Die Weber, Michael Kramer, Einsame Menschen, Kollege Crampton, Rose Bernd, Die Ratten, Dorothea Angermann, Vor Sonnenuntergang, Magnus Garbe, Die Atriden-Tetralogie. Aber auch Dramenfragmente wie Die Wiedertäufer werden in den Blick genommen. Durch die historische und dramentheoretische Auseinandersetzung mit den Heidelberger Festspielen, Hauptmanns Verhältnis zur Dramentheorie der Moderne, zum Kabarett und der Funktion des Theaters in dem Roman Im Wirbel der Berufung wird ein vielschichtiges Bild des Dichters gezeichnet.

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/ / Gerhart Hauptmann und die Natur

Schriften der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft und Gerhart-Hauptmann-Häuser II

Natur spielt eine wichtige Rolle in den Werken Gerhart Hauptmanns, der die Werke Walt Whitmans, Ralph Waldo Emersons und besonders Henry David Thoreaus Walden intensiv studierte. Er war also mit den Referenztexten des angelsächsischen „Nature Writing“ seiner Zeit bestens vertraut. In der Wahl seiner Wohnorte findet sich der Gegensatz Dorf oder gar unberührte Natur gegenüber dem Stadtleben reflektiert. Hauptmann zog Erkner Moabit vor und lebte auf dem Wiesenstein im Riesengebirge und in der dörflichen Umgebung in Kloster auf Hiddensee, abgeschieden vom Großstadt-Rummel. Der Band versammelt die Beiträge einer internationalen Tagung, die danach fragte, welche Bedeutung die Natur im und für das Werk Hauptmanns in einer Zeit rasch voranschreitender, aber noch nicht als für den Menschen existenziell bedrohlich empfundener Industrialisierung hatte. Mit Blick auf einzelne Werke Hauptmanns (u. a. Der Bogen des Odysseus, Griselda, Die Ratten, Vor Sonnenaufgang, Bahnwärter Thiel) wird die Widerspiegelung der Natur im Werk und Denken und in den theoretischen Überlegungen Gerhart Hauptmanns diskutiert.

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